Die erste Pfeife rauchen – so gelingt der Einstieg

Verwahrloste Pfeifen

Es ist soweit. Sie werden gleich Ihre erste Pfeife rauchen. Wie bringt man den Tabak in den Pfeifenkopf und zündet ihn an? Wie hält man die Glut am glimmen und wie pflegt man die Pfeife, um möglichst lange Freude an und mit ihr zu haben? Mit dieser kurzen Anleitung werden Sie schnell zum Erfolg gelangen.  „Die erste Pfeife rauchen – so gelingt der Einstieg“ weiterlesen

Auszug aus Kapitel 7 „Ordnung muss sein“

In loser Reihe werden wir Auszüge aus der Autobiografie „E. F. Graf von Luppe – Simulation einer Autobiografie“ hier veröffentlichen. Die Serie wird mit einem Auszug aus Kapitel 7 eröffnet, in dem es sich um die optimierte Organisation der Körperpflege dreht.

„Zu den nervigsten Dingen neben diesen ständigen Anrufen der Gewinnspielmafia und immer miserableren Werbespots im Radio zählen für mich Zähne putzen, rasieren, Fingernägel und Haare schneiden. Das Problem ist nicht das Ergebnis, sondern die Prozedur und der „Auszug aus Kapitel 7 „Ordnung muss sein““ weiterlesen

Was feiern wir zum Geburtstag? Oder: Wer wird warum beschenkt?

Wer sollte zum Geburtstag wirklich gefeiert werden?

Ungerechtfertigte Bereicherung?

Der Jubilar hat weder Einfluss auf seine Entstehung, noch auf Details der „Menschwerdung“. Dennoch wird er zum Jahrestag seiner Geburt i.d.R. mannigfaltig beschenkt. Warum? Diese Sitte ist weltweit etabliert und aus der Geschichte der Menschheit nicht wegzudenken, wird sie uns quasi als Bonus zur DNA mitgegeben.

Dem objektiven Verstande nach gebühren die Feierlichkeiten wohl eher den Eltern, allen voran der Mutter des Jubilars. Sie hat die Strapazen der Geburt (und manchmal auch der Zeugung) durchlitten und überlebt, was zumindest in unserem Umfeld mittlerweile zum Glück der Normalzustand ist. Zweifelsfrei kann man ab einem gewissen Zeitpunkt aber auch den Jubilar dafür feiern, den zahlreichen Gefahren des frühzeitigen Ablebens erfolgreich entgangen zu sein. Aber wann ist dieser Zeitpunkt? Nach dem Auszug aus dem Elternhaus? Nach dem überstandenen Wehrdienst? Nach der Midlife-Crisis? Wenn er der einzige noch lebende „Was feiern wir zum Geburtstag? Oder: Wer wird warum beschenkt?“ weiterlesen

Pfeife rauchen – kein Mittel für die Sucht?!

Pfeife rauchen – was steckt dahinter?

Pfeife rauchen besteht vor allem aus der Abfolge von Ritualen. Diese Rituale sind eingeschliffene Entspannung. Aber was macht das Pfeiferauchen aus?

Das Bild eines Pfeifenrauchers ist wohlbekannt. Gerne vermutet man hinter einem Gesicht mit Pfeife einen Intellektuellen, einen Denker, einen Künstler. Jemand, der mit der Bohéme ebenso vertraut ist wie mit den aktuellen literarischen Diskursen. Im gesetzteren Alter sind alle Turbulenzen des Lebens ausgestanden. Aber stimmt das Bild? Und was macht das Pfeiferauchen aus?

Das Klientel

Von obigem Bild beschriebene Pfeifenraucher wird man mit Sicherheit hier und da treffen. Einen Günter Grass, einen Horst Lichter, einen Norbert Lammert. Aber viel öfter wird man den Pfeifenraucher treffen, der sich in keinem Detail mit dem Portrait deckt. Den Maurer, die Gemüseverkäuferin, den Golflehrer, die Küchenhilfe, den Gärtner, den Studenten und so weiter und so weiter. So unterschiedlich die Menschen sind, die Zigaretten rauchen, so unterschiedlich sind auch die Menschen, die Pfeife rauchen. Allen Pfeifenrauchern gemein ist allerdings, dass sie ihre eigenen Rituale beim Stopfen, Anzünden und Reinigen der Pfeife haben. Manche haben auch manchmal keinen Sinn, sondern sind einfach als Programmpunkt irgendwann hinzu getreten und dienen lediglich der Einstimmung auf den folgenden Genuss. Zum Beispiel vor dem Anzünden mit dem kleinen Finger den Holm abzufahren.

Vorbereitung und Ruhe

So, wie ein Fliegenfischer mit voller Aufmerksamkeit die nach intensiver Begutachtung des Gewässers ausgewählte Kunstfliege an das sich verjüngende Vorfach knüpft, die Welt um sich herum ausblendet und seine am Wasser gesammelten Beobachtungen nun in die Strategie zum Fang des Zielfisches umwandelt, ebenso konzentriert wählt der Pfeifenraucher aus seiner Sammlung die richtige Pfeife und den Tabak, der ihm gleich möglichst genussvolle Entspannung bereiten wird.

Der Pfeifenraucher hat in der Regel mehrere Tabake vorrätig, aus denen er sich nun den zur gewählten Pfeife passenden Tabak aussucht. Je nach Pfeife eignen sich unter Umständen verschiedene Darreichungsformen, z.B. als Feinschnitt-Tabak oder in Scheibchen geschnittene Tabakstränge.

Nun kommt das Stopfen der Pfeife und als wichtiger ritueller Abschnitt das Anzünden. Mit Streichholz oder Feuerzeug fährt er gleichmäßig kreisend über den gestopften Tabak und erfreut sich daran, dass der Tabak gleichmäßig zu glimmen beginnt. Den durch die Hitze aufgequollenen Tabak stopft er nach und zündet erneut die Pfeife an.

Das lange währende Ziel

Jetzt kann er sich ganz auf die Aromen des Tabaks konzentrieren, seinen Gedanken nachhängen und die Ruhe und Entspannung genießen. Wie der Fliegenfischer, der beim ständigen Auswerfen und Einholen der Schnur jede Anspannung verliert.

Letztendlich liegt hier der gravierende Unterschied zu Zigarettenrauchern: ein Pfeifenraucher nimmt sich ganz bewusst Zeit, seine Pfeife vorzubereiten, zu genießen und natürlich auch zu reinigen. Auch inhaliert er den Rauch nicht; dafür gibt es keine Notwendigkeit, das Aroma entfaltet sich bereits vollkommen im Mundraum. Zusätzlich die Lungen zu belasten, ist aus Sicht eines Pfeifenrauchers (das gilt ebenso für Zigarrenraucher!) unnötig.

Für die Befriedigung einer Sucht wäre der (positive) Aufwand in den meisten Fällen zu groß… Es muss jedoch erwähnt werden, dass auch das Paffen von Tabak Gesundheitsrisiken birgt, die durchaus auch zum Tod führen können. Ebenso ist zu erwähnen, dass natürlich auch durch die Mundschleimhaut Nikotin und andere Schadstoffe aufgenommen werden.

Genuss auch fürs Auge – viele Pfeifenraucher sind auch leidenschaftliche Sammler

Hier vier Pfeifen, die einen Eindruck davon vermitteln, warum für viele Pfeifenraucher neben dem Rauchen auch das Sammeln von Pfeifen einen großen Reiz ausübt. Der Reiz liegt oftmals in der unterschiedlichen Gestaltung des gleichen Shapes (Formates), mitunter finden sich aber durchaus Neuerungen, die gar nicht auf den ersten Blick auffallen und die Entwicklung trotzdem voran bringen.

 

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