Charisma – wie geht das?! Der 10-Punkte-Plan

Charisma ist nicht messbar, nicht kopierbar und für viele Manager nicht verzichtbar. Manche Menschen geben uns sofort das Gefühl, dass wir wichtig sind. Manche Menschen geben uns sofort das Gefühl, besonders zu sein. Manche Menschen erhellen jeden Raum, den sie betreten.

 

Was ist denn nun Charisma?

Es lässt sich nicht genau sagen, was es ist, aber es wir können es als natürliches Charisma beschreiben. Unglücklicherweise verliert dieses Charisma aber nur allzu schnell seine Wirkung, Vertrautheit bringt recht schnell die Kerze hinter der Flamme zum Vorschein.

Aber: manche Menschen sind bemerkenswert charismatisch; sie knüpfen und unterhalten Kontakte und Beziehungen, beeinflussen ihre Mitmenschen dauerhaft positiv, sie sorgen dafür, dass sich die Menschen um sie herum  besser fühlen. Sie sind diese besonderen Menschen, die jeder einfach gerne um sich herum hat… und selbst sein möchte. Zum Glück kann jeder dieser beliebte, charismatische Mitmensch sein, den alle gern in ihrer Nähe haben möchten. Denn das ist weder von Erfolg noch von besonderem Auftreten oder einem bestimmtem Erscheinungsbild abhängig. Es hängt allein davon ab, was wir tun und wie wir es tun.

 

 

 

10 Gepflogenheiten, welche diese besonders charismatischen Menschen pflegen:

 

1. Sie hören mehr zu, als sie erzählen.

Sie stellen Fragen, halten Augenkontakt, lächeln. Sie nicken, runzeln die Stirn und antworten – weniger verbal als viel mehr nonverbal. Mehr braucht es nicht, um dem Gegenüber zu zeigen: Du bist wichtig! Und wenn sie sprechen,geben sie nur Ratschläge, wenn sie gefragt werden. Zuhören vermittelt Wichtigkeit mehr als Ratschläge geben. Wirklich? Nun, wer steht bei „Ich würde es folgendermaßen machen…“ plötzlich im Mittelpunkt? Eben. Und sie äußern nur Dinge, die für den Gesprächspartner wichtig sind, nicht für sich selbst.

 

2. Sie praktizieren nicht das „selektive Zuhören“.

Einige Menschen – auch Sie kennen mit Sicherheit einen – fühlen sich nicht in der Lage, anderen zuzuhören, die sich scheinbar in irgendeiner Weise unter ihrem eigenen Status befinden. Natürlich unterhält man sich mit jenen, aber der fallende Baum macht kein Geräusch im Wald, weil niemand hinhört. Die bemerkenswert charismatischen Menschen, denen wir uns nähern möchten, hören jedem mit uneingeschränkter Achtung zu und geben jedem Menschen, unabhängig von sozialem Status oder beruflicher Position, das Gefühl, mit ihnen etwas gemein zu haben, sich mit ihren Ansichten auseinandersetzen zu wollen.

 

3. Sie befreien sich von Ablenkungsgefahren.

Kein Blick auf das Telefon, kein Blick auf den Monitor, kein Blick irgendwoanders hin als auf den Gesprächspartner. Keinen einzigen Augenblick. Sie versuchen nicht, mehreren Dingen gleichzeitig die gleiche, die volle (!), Aufmerksamkeit zu widmen. Dieses Geschenk der vollen Aufmerksamkeit geben nur wenige Menschen, aber die, die es geben, behält man in guter Erinnerung und sie sind gern gewählte Gesprächspartner.

 

4. Sie geben, bevor sie erhalten – manchmal geben sie auch nur. 

Sie betrachten ihre Kontakte nicht aus dem Blickwinkel, was diese ihnen bringen können. Sie fokussieren sich darauf, was sie diesen bieten können. Geben ist die einzige Möglichkeit, eine wahre Partnerschaft und eine aufrichtige Beziehung etablieren zu können. Zeigt man der anderen Person auch nur einen winzigen Moment, dass man den Nutzen aus dem Kontakt zu finden versucht, zeigt man tatsächlich nur, was einem einzig wichtig ist: man selbst.

 

5. Sie nehmen sich selbst weniger wichtig als ihr Gegenüber… 

Die einzigen Menschen, die von arrogantem, selbstverliebtem, egoistischem Geschwätz beeindruckt sind, sind arrogante, selbstverliebte, egoistische Menschen. Der Rest von uns ist irritiert, abgeneigt, fühlt sich unwohl und möchte nicht länger als notwendig Zeit und Raum teilen.

 

6. …denn sie haben erkannt, dass andere Menschen wichtiger sind..

Sie wissen, was sie wissen. Sie kennen ihre eigenen Standpunkte, Ansichten und Perspektiven. Diese Dinge sind nicht wichtig, denn sie haben sie ja bereits. Sie können von sich selbst nichts weiter lernen. Aber sie wissen nicht, was ihr Gegenüber weiß. Und jeder, egal wer, weiß Dinge, die man noch nicht weiß. Das macht den Gesprächspartner wichtiger, als sie selbst – denn dank ihm können wir unseren eigenen Horizont erweitern.

7. Sie lassen die Scheinwerfer auf andere strahlen. 

Niemand erhält jemals zuviel Lob. Niemand. Gute Führungspersonen sagen ihren Mitmenschen, was sie gut gemacht haben. Und wenn sie nicht wissen, was der andere gut gemacht hat? Nun, das im Voraus herauszufinden, ist Aufgabe der Führungsperson. Es wird nicht nur das Lob geschätzt, sondern auch der Umstand, dass man sich dafür interessiert, was der andere tut. Sie fühlen sich besser verstanden und um einiges wichtiger.

 

8. Sie wählen ihre Worte.

Die gewählten Worte beeinflussen die Einstellung. Beispielsweise geht man nicht zu einem Meeting, man trifft sich mit anderen Menschen. Man muss nicht nicht eine Präsentation für einen neuen Kunden schaffen, man teilt tolle Möglichkeiten mit anderen Menschen. Man schleppt sich nicht ins Fitness-Center, man begibt sich an den Ort, an dem man seine Gesundheit und Fitness stärken kann. Man führt kein Vorstellungs-Gespräch, man bekommt die Gelegenheit, eine tolle Person auszuwählen, die das Team ergänzt. Wir wollen doch alle glücklich, enthusiastisch und von unserem Alltag erfüllt sein. Die Worte, die man wählt, können anderen dabei helfen, sich besser zu fühlen. Und diese helfen einem wiederum, sich selbst besser zu fühlen.

 

9. Sie sprechen nicht über die Fehler anderer…

Natürlich hören wir alle gerne etwas Klatsch. Und wir hören gern unsaubere Details. Aber das Problem ist, dass wir die Leute, die den Klatsch verbreiten, nicht mögen. Oder gar dafür respektieren. Wer garantiert, dass sie nicht auch über einen selbst lachen, wenn man außer Hörweite ist.

Don’t laugh at other people. When you do, the people around you wonder if you sometimes laugh at them.

 

10. …aber sie sehen ihre Fehler umgehend ein. 

Von unglaublich erfolgreichen Menschen wird oft gesagt, ihr Charisma beruhe einzig auf ihrem Erfolg. Der Erfolg scheint jedes Glanzlicht zu rechtfertigen. Allerdings braucht man nicht unglaublich erfolgreich sein, um bemerkenswert charismatisch zu sein. Kratzt man an der Oberfläche, haben viele erfolgreiche Menschen das Charisma eines Felsbrockens. Man muss authentisch sein, um charismatisch zu sein.

Sein Sie bescheiden, teilen Sie ihre Fehler anderen mit. Trauen Sie sich, das abschreckende Beispiel zu sein, und lachen Sie darüber. Über andere lachen ist tabu, über sich selbst lachen macht sympathisch. Laden Sie andere dazu ein, gemeinsam mit Ihnen zu lachen. Nicht über andere, sondern gemeinsam.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von inc.com

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