Pfeifenreinigung mit der Alkohol-Salz-Methode

Die Tiefenreinigung einer Pfeife ist manchmal unumgänglich. Sei es, weil endlich die gebrauchte Pfeife zum Rauchen vorbereitet werden soll oder weil man sich beim Tabak in eine andere aromatische Richtung orientiert oder weil man auf eine regelmäßige Grundreinigung Wert legt. Die Alkohol-Salz-Methode ist eine hervorragende Möglichkeit, der Pfeife im Holz eingelagerte Aromen zu entziehen. Wichtig: keinesfalls bei Meerschaumpfeifen anwenden!

 

Vorbereitung

Die Pfeife muss trocken und gegebenenfalls vorgereinigt sein. Unter Vorreinigung ist hierbei das Abtragen bzw. Verringern der Kohleschicht in der Brennkammer, auch als reamen bezeichnet, zu verstehen. Es ist notwendig, der Pfeife einen sicheren Stand zu  verschaffen, der Pfeifenkopf sollte dabei senkrecht ausgerichtet sein, um zu verhindern, dass das Salz herausrieselt.

 

Durchführung der Alkohol-Salz-Methode

Nun wird zunächst die Brennkammer bis zum Rand mit haushaltsüblichem Kochsalz befüllt. Anschließend wird Alkohol (aus der Apotheke) behutsam auf das Salz getropft. Die Menge des eingetropften Alkohols hängt von dem Volumen der Brennkammer ab, rund 10 Tropfen sind jedoch in der Regel ausreichend. Nun wird die Pfeife für mindestens zwei Tage zur Ruhe gestellt, während dieser Zeit zieht die Füllung die Aromen und Bitterstoffe aus dem Holz (nochmals: die Alkohol-Salz-Methode nicht bei Meerschaumpfeifen anwenden!). Den Fortgang des Prozesses können wir anhand der Braunfärbung des Salzes verfolgen. Das Salz härtet im Laufe des Prozesses etwas aus, zum Herauslösen vorsichtig mit dem Pfeifenbesteck oder anderen geeigneten Mitteln auflockern und herausschütteln.

Der Vorgang wird sooft wiederholt, bis sich das Salz nicht mehr verfärbt. Anschließend die Pfeife noch einen Tag trocknen lassen.

Die Einwirkungszeit der Alkohol-Salz-Methode beträgt etwa 2 Tage
Brennkammer mit Salz gefüllt und 10-20 Tropfen Alkohol aufgetropft
Alkohol-Salz-Methode
Bereits 15 Minuten nach dem Eintropfen hat es diese Färbung angenommen

Ergebnis

Nach der Behandlung weist die Pfeife keine Rückstände von Aromen mehr auf. Man meint förmlich, die wiedererlangt Sauberkeit zu schmecken. In gewisser Weise kann man von einem Jungbrunnen für Tabakspfeifen sprechen. Selbstverständlich sollte man jede gebraucht erworbene Pfeife dieser Behandlung unterziehen.

 

 

PS:

Bei dieser Gelegenheit bietet es sich auch an, den Kanal im Mundstück mit in Alkohol getränkten Pfeifenreinigern zu säubern.

 

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